Hallo,
dieses wollte ich eigentlich im Thread posten und musste dann feststellen, das er geschlossen ist!
Hallo Zusammen,
ich habe den vorigen Thread so halbwegs mitverfolgt und wollte generell etwas zu dem Thema "Ausbildung / Weiterbildung zum PR 2009 sowie aktuelle Arbeitsbedingungen" mal loswerden.
Ich denke der Job des PR wird immer wieder unterschätzt was den Streßfaktor betrifft, allerdings ist der Streß oft subtiler als bei anderen Jobs, ich versuche mal einen Vergleich um zu verdeutlichen was ich meine.
Wenn ich in einer Tierklinik oder in einer Humanklinik arbeite und viele Patienten versorgt werden wollen, dann flitzt man von einem zum anderen und arbeitet sich durch die Berge an Aufgaben. Irgendwann ist aber auch dieser Arbeitstag zu Ende und man fällt abends totmüde ins Bett.
Wenn ich als PR viele Kunden besuche ist das zunächst mal ähnlich, man flitzt von einem Kunden zum nächsten und nimmt eben soviele mit wie möglich. Aber Abends sitzt man vor dem PC und wälzt Umsatzzahlen, anlysiert seine Besuche, Umsätze einzelner Kunden, plant neue Touren weil mancher Kunde wegfällt und dafür ein anderer hinzu kommt....
Und dann bekommt man mails, vom Innendienst von Vorgesetzten und natürlich in den allermeisten Fällen unglaublich viel Druck. Da die Arbeitstätte "Büro" sich normalerweise zu Hause befindet, muß man sich manchmal selber zwingen mit der Arbeit aufzuhören. Dann fällte man auch totmüde ins Bett, aber man denkt nach und denkt nach und denkt nach "wie erreiche mein Umsatzziel?" "Was passiert wenn ich das Ziel nicht erreiche?" "Was will der RL bei gemeinsamen Besuchen von mir sehen?" "Wie schaffe ich in den ländlichen Gegenden den Besuchsschnitt?" usw. usw. - der Druck der persönlich auf einem lastet halte ich für enorm hoch.
Ich denke das Können und die Belastbarkeit lässt sich auch nicht über irgendwelche Noten definieren, ist mehr flexibel denn statischtisch. Vielmehr profitiere z.B. ich davon das richtige entscheidende Bauchgefühl zu haben und damit entsprechende Prioriäten in meinem Tun zu setzen.
Der Druck auf den Einzelnen wird sicherlich weiter steigen und parallel dazu werden die Arbeitsstellen immer weniger.
@Peter K.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß Leute mit einer Pflegeausbildung und Erfahrung im Beruf vor allem von Medizinproduktefirmen gerne genommen werden und eine PR-Weiterbildung nicht nötig ist. Du könntest z.B. Geräte verkaufen und das Personal im Umgang mit diesen Geräten schulen, hier wären Dir sicher auch Deine Rethorikfähigkeiten hilfreich. - Nur so eine Idee!
Das Verhalten des Pharmareferenten gegenüber Pharmareferenten (In Weiterbildung) ist die Summe seiner Erfahrungen mit Pharmareferenten, der Pharma-Industrie, Internet und der Angst vor der Zukunft.