Geld für Ärzte
Verordnung soll geheime Pharma-Studien beenden Österreichische Ärzte versorgen Pharmafirmen in geheimen Medikamenten-Studien tausendfach mit Daten aus Patienten-Akten. Die Mediziner schicken gegen Bezahlung Fragebögen ein, der Patient erfährt nie von seiner Teilnahme an solchen Studien, berichtet der Anti-Korruptions-Verein "Transparency International". Der Verdacht liegt nahe, dass die Studien weniger der Forschung als vielmehr der Beeinflussung der Verschreibungspraktik dienen. Der Gesetzgeber konfrontiert Pharmariesen und Ärzte jetzt mit einer Meldungspflicht für solche Studien.Infobox EU nimmt Pharmakonzerne unter die Lupe HIV-Schutz scheitert an Pharmakonzernen "Die Ärzte erhalten von den Pharmafirmen pro Patient zwischen zehn und 1.000 Euro", sagt Anti-Korruptions-Experte Bernhard Rupp in einem Beitrag des Radio Ö1 am Montag. Ein Vertreter des Medikamentenherstellers stellt dem Arzt die anonymisierten Fragebögen zur Verfügung, auf denen der Mediziner dann Auskunft über Wirkung und Nebenwirkungen des Präparats an dem jeweiligen Patienten gibt. Der Patient weiß natürlich nicht, dass seine Daten - wenn auch anonym - weitergegeben werden. Und er weiß auch nicht, dass der Arzt Geld dafür bekommt.
In der Fachwelt bezeichnet man solche geheimen Erhebungen als "nicht interventionelle Studien" oder "Anwendungsbeobachtungen". Sie dienen durchaus der Forschung und der Verbesserung eines Medikaments. Allerdings ergibt sich im Hinblick auf die teils recht fürstliche Entlohnung der Ärzte der Verdacht, dass die Studien auch als geschicktes Mittel zur Beeinflussung verwendet werden können. Mit jeder Verschreibung kommt ja ein bezahlter Fragebogen...
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Verordnung soll geheime Pharma-Studien beenden - Österreich - krone.at
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