Die Affäre um den Bundespräsidenten hat nicht nur die Besucherzahlen der großen Online-Portale, sondern auch die*meines kleinen*sprengsatzes kräftig aufgewulfft. Im Januar lasen so viele Menschen den sprengsatz wie noch nie zuvor in einem Monat seiner bescheidenen dreijährigen Geschichte. 234.000 Besucher (davon 110.000 der Abonnenten)*sind ein neuer Rekord – ausgelöst durch das starke Interesse am Fall Wulff.
Und obwohl immer häufiger ein Ende der Debatte gefordert wird, ist das Interesse ungebrochen. Mehr als 900 Kommentare zum Fall Wulff (auch ein neuer Rekord) beweisen das.
Der bisherige Rekordmonat war der März 2011 (202.000 Besucher), als das Ende der Affäre*Guttenberg, Fukushima,*S 21 und die baden-württembergische Landtagswahl zeitlich zusammentrafen. Und das Schöne ist: von den neuen sprengsatz-Lesern sind viele hängengeblieben. Die Zahl der Abonnenten dürfte 8.000 inzwischen überschritten haben.
Wenn ich schon in eigener Sache schreibe: In letzter Zeit kommen immer häufiger Kommentare, die sich in ihrem Hass auf und in ihrer Wut über den Staat, das Parteiensystem und die*gesamte “korrupte” *Politik im sprengsatz regelrecht erbrechen.*Auch persönliche Anfeindungen unter den Kommentartoren mehren sich.
Das ist nicht der Sinn des sprengsatzes, der sich den Kommentatoren als Diskussionsforum zur sachlichen Auseinandersetzung anbietet. Ich werde mir erlauben, die schlimmsten davon in das Speibsackerl zu tun – ein wunderbares österreichisches Wort für die entsprechende Tüte, in Blogs auch Papierkorb genannt.
Ich danke allen Lesern und Kommentatoren und hoffe, sie mit meinen Beiträgen auch künftig nicht zu langweilen. Und ich danke für alle Empfehlungen über Twitter, Facebook und durch andere Blogs.
Von Michael Spreng, Medien- und Kommunikationsberater. Ehemaliger Chefredakteur des Kölner "Express", Wahlkampfmanager von Edmund Stoiber und Kolumnist für das Hamburger Abendblatt. Weiterlesen...