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  #1 (permalink)  
Alt 09.02.2010, 23:24
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Registriert seit: 04.01.2010
Beiträge: 11
Standard freiberuflich tätig werden... aus Harz IV raus...

Immer wieder lese ich hier Fragen diesbezüglich und immer wieder wird auf Pharmawolfi verwiesen, welcher hier jedoch nicht mehr zu finden ist. Ich meine, es fehlt solch ein Thread, wo man sich erkundigen kann, Hilfe bei den ersten Schritten erhält...

Ich persönlich habe viele Wochen verloren, eben weil hier nichts oder nur wenig zu finden war.

Daher möchte ich hier expliziet darüber berichten, wie es ist sich aus ALG II heraus schwimmen zu wollen...
Natürlich helfen hier *Einige*, doch zu finden ist dennoch wenig.

Ich würde mich sehr freuen, wenn man hier Erfahrungsberichte zusammen fassen könnte - vielleicht auch einmal die Maus beim Schwanz packen kann ... sprich helfen, anstatt sich bedeckt zu halten, aus Angst vor Konkurrenz...A

Ich für meinen Verstand sehe, dass die vielen DL, welche zu hauf aus dem Boden stampfen, unseren Beruf kaputt machen, die Preise versauen... Sicher ist es für Viele noch so *toll* schnell, schnell die Ausbildung zu machen ... sich von einem DL anstellen zu lassen und mehr zu verdienen, als sie es je zu vor haben... das klappt vielleicht die ersten Monate... und dann?

Klar ... so eine kleine Arzthelferin freut sich darüber mal so round about 500 - 1000 Euro mehr zu verdienen... die Welt ist ja so schööön... doch dann? Was wenn sich die erste Euphorie gelegt hat und sie erkennen, dass sie nicht nur die alten Hasen aus den Feld gedrängt haben, sondern nun langsam ebenso zu einem solchen zählen? Das sie nicht voran kommen können, mit dem grossen DL Löwen mitbrüllen müssen, wenn sie nicht wie all die hunderte alt eingesessenen Pharmareferenten und Pharmberater dem Arbeitsamt *guten Tag* sagen wollen?

Ich lese hier seit Jahren mit ... bin erst seit dem ich mich freiberuflich verwirklichen will, ein wenig mehr aktiv... Ja, und die Moderatoren haben Recht: man will hier sein Vorteil daraus ziehen, Informationen erhalten - aber gibt selbst keine von sich!

Was hier fehlt ist ein Netzwerk der *freiberuflichen Pharmareferenten* anstatt nur zu heulen, uns in Pools von diversen Dienstleistern einzuschreiben, sollten wir den Mut haben auf eigenen Beinen zu stehen. Nach dem was ich nun all die Wochen durch gemacht habe (ich gerne an dieser Stelle später berichte) ist es einfacher als man denkt, sich freiberuflich anzubieten ~ gerade wenn wir *geballt* auftreten...

Der Vorteil ist doch, dass die Firmen diesen Kündigungsschutz nicht haben, keine Abfindung zahlen müssen - das ist doch der Vorteil der Dienstleister... doch wenn wir *arbeiten* und *Einsatz* zeigen wollen... dann können wir das auch bieten... und wenn sich einige Mehr anschliessen - die DLs verweigern... könnte vielleicht unser Berufsstand wieder *aufleben* ohne uns knechten lassen zu müssen!!!

Natürlich kann man dann keine *Musterweitwurf* oder *Lichtbrenntouren* starten, doch wer wirklich noch an seinen Beruf glaubt, kann sicherlich einem DL die Stirn bieten....

Was die wenigsten wissen: wenn man seine Steuererklärung abgegeben hat, eine Steuernummer besitzt, kann man schon freiberuflich tätig sein. Es reicht ein Dreizeiler ans Finanzamt... mit der Bitte um Rückanschrift...
Klar ist es als *angestellt* etwas sicherer... weil man da einen Kündigungsschutz hat, doch wer arbeiten will, findet auch Arbeit.

An die grossen Pharma kommt man momentan kaum an, weil da die DL drin sitzen... doch wenn man den Mut aufbringt sie anzuschreiben, ihnen mitzuteilen, dass wir leistungsgerecht noch höher arbeiten, sie jeodch noch sparen können... ich denke, das könnte funktionieren...

Wo ein Wille ist - ist auch ein Weg - man kann stehen bleiben und heulen, die kleinsten Verträge annehmen, welche nur ausbeutend sind - oder sich endlich einmal auf das besinnen was wir sind: Pharmareferenten mit Berufserfahrung, Wissen und Kundenstamm...

ICH bin bereit mein bescheidenes Wissen zu teilen... zu helfen... wenn es erwünscht ist...

Wenn das hier Anklang findet, berichte ich gerne von meinem Weg zur *freiberuflichen Pharmareferentin* ... das leichter als gedacht

Geändert von Nefsche (10.02.2010 um 10:31 Uhr).
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  #2 (permalink)  
Alt 09.02.2010, 23:33
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Beiträge: 11
Standard AW: freiberuflich tätig werden... aus Harz IV raus...

Sitz man vor Jemanden von der ARGE wird dieser mit Sicherheit erst einmal ein *Existenzgründerseminar* dringend empfehlen ... was die wenigsten wissen:

Mit jeder Vermittlung verdienen sie ihr Honorar, doch eine Pharmareferentin oder Pharmaberaterin mit Berufserfahrung kann sich so etwas knicken - soll heissen = es ist nicht notwenidig: allein Eure *Berater* verdienen damit sein Geld - für die Vermittlung... Ihr sitzt da eure Stunden ab, ohne das es Euch wirklich etwas bringt...

Coach: Auch dieser wird empfohlen... die 400 Euro übernimmt ja die ARGE .. doch für die Märchensteuern habt ihr auch aufzukommen - sprich round about 800 Euro...
Hört sich schick an, dass man das ja mit den Vorsteuern gleich zurück bekommt - aber ist dem wirklich so? will man nicht unbelastet durchstarten? Ein Steuerberater des Verrtrauens kann auch helfen.. und wenn ich mehr weiss, werde ich hier (falls Interesse) gern davon berichten...

Geändert von Nefsche (10.02.2010 um 10:33 Uhr).
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  #3 (permalink)  
Alt 10.02.2010, 00:55
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Beiträge: 420
Standard AW: freiberuflich tätig werden... aus Harz IV raus...

Hallo Nefsche,
ich finde es gut, wie offen und ehrlich Du über die Freiberuflichkeit reden willst, bis auf Pharmawolfi haben sich hier alle Freiberuflicher - wahrscheinlich nicht ohne Grund -bedeckt gehalten. Mich hat bis dato die Freiberuflichkeit eher abgeschreckt, da ich denke - vielleicht liege ich komplett falsch - da zig Pharmareferenten gekündigt werden, Gebiete zusammengelegt - wer braucht da noch einen freiberufliche PR der die Medikamente bespricht...
Da ich in letzter Zeit aber immer mehr zu dem Schluß komme, auch in anderen Branchen will keiner uns alte Pharmahasen, überlege ich mir die Selbstständigkeit auch - hätte da schon einige Ideen, nur bin ich mir halt noch etwas unsicher. Wieviel ich monatl. benötigen würde, um gut über die Runden zu kommen weiß ich, war ja schon vor Jahren selbstst. PR, nur halt über DL - was zum ehemaligen Zeitpunkt ok war.

Melde mich nochmal in den nächsten Tagen, wenn es für Dich ok ist, auch per PN?

bis dann
Henrica
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  #4 (permalink)  
Alt 10.02.2010, 04:58
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Beiträge: 11
Standard AW: freiberuflich tätig werden... aus Harz IV raus...

Das ist es doch was ich meine: Das die Unsicherheit Viele zurück hält... Ich hatte ja zuvor auch sprichwörtlich einfach *Angst* und auch heute bin ich mir noch sehr unsicher.

Doch gerade mit diesem "Schweigen" lassen wir doch Anderen den Vortritt. In jedem Berufsfeld hält man doch zusammen und informiert sich gegenseitig, Warum sollte das hier nicht auch gehen?

Als ich anfing meinen Buisnessplan zu schreiben, hatte ich schon meine Müh, weil man im Netz nicht findet und ich sage mir einfach: Warum Daheim rumsitzen und sich weiter in diverse Pool´s eintragen lassen, anstatt selbst zu handeln?

Mit Schweigen strafen wir uns doch nur selbst... Ich habe jedenfalls oft genug gehört, dass die DL´s nur *Berufsanfänger* wollen, da man diese noch formen kann...

Mit unserem "Schweigen" machen wir es den DLs nur leichter... Ebenso wie wir es den Firmen leichter machen, welche uns mit *reinen Provisionsverträgen* vielleicht über den Tisch ziehen... weil wir lieber solch einen Vertrag annehmen, anstatt gar nichts zu haben...

Geändert von Nefsche (10.02.2010 um 05:01 Uhr).
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  #5 (permalink)  
Alt 10.02.2010, 17:00
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Standard AW: freiberuflich tätig werden... aus Harz IV raus...

Hallo Nefsche,

es würde mir als selbstst. PR im Traum nicht einfallen, als einzigen Auftrag nur eine Provisionsvereinbarung zu nehmen, niemals. So verzweifelt kann man nicht sein. Es müssen durch den Erstauftrag immer die Lebenskosten gedeckt sein, sei es durch eine Unkostenpauschale und Besuchshonorar - oder reines Besuchshonorar, welches ich - falls ich doch wieder diesen Weg einschlagen werde - verlangen werde. Und da lasse ich sicher nie mehr einen DL dazwischen, ich bin für alles selbst verantwortlich, ein freier Geschäftsmann wenn Du so willst - da brauche ich zur Vermittlung sicher keine Mistel, die von meiner selbstst. Früchte Arbeit lebt, und einen Teil des Besuchshonorars kassiert, dafür das er einen Anruf getätigt hat, never. Reine Provisionsaufträge nur als Zweit- oder Drittprodukt, und dann kein Wischiwaschi was es an jeder Straßenecke gibt - da kommt sicher nix bei rum.
DL sind bei angestellten Positionen sicher ok - es gibt auch einige faire DL, die mehr zahlen als Festangestellte - aber so wie es dzt. aussieht, sind nicht die DL die Entscheider, sondern die Auftraggeber - und die wollen in 90% aller Fälle billiges, williges Frischfleisch - formbar um diesen widerlichen Ausdruck zu verwenden. Da kann der DL wirklich nichts dafür, er muß sich halt an die tw. abstrusen Vorgaben der Kunden halten.
Das es einen Zusammenschluß zwischen auftragssuchenden PR geben soll wäre toll, nur glaube ich wird sowas niemals erreicht werden.

Geändert von Henrica (10.02.2010 um 17:04 Uhr).
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  #6 (permalink)  
Alt 10.02.2010, 23:21
Moderatorin
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Beiträge: 31.221
Standard AW: freiberuflich tätig werden... aus Harz IV raus...

@Nefsche

Ein Grund, daß man hier relativ wenig von Freiberuflichen Kollegen hört, ergibt sich sicher aus der Tatsache, daß der größte Teil der Kollegen im Angestelltenverhältnis sind oder waren.
Ich bezeichne eine Freelancer Tätigkeit ( schönes neumodisches Wort!:-)) ) heute als Risiko. Dieses kann man zum Einen vielleicht machen, wenn man die allerbesten und langjährigen Kontakte hat - obwohl das für eine neue Tätigkeit auch kein Garant ist -, zum Anderen kann man dieses sicherlich ruhig angehen, wenn man finanziell etwas im Rücken hat, oder ein Familienmitglied ist voll berufsfähig.

Wer versucht denn, diese Alternative zu wählen? Meistens " Verzeifelte ", die schon lange arbeitslos sind oder Hartz IV beziehen. Eigentlich ein tödliches Unterfangen!

Ich kenne -zig Kollegen, die gnadenlos damit gescheitert sind! Als die Lage der " Aufträge " noch wesentlich besser war, war es auch hier nicht möglich die Angebote unter einen Hut zu bringen. Da paßten dann die Facharztgruppen oder die Gebiete nicht zusammen. Das man mindestens 2-3 potentielle Auftraggeber haben muß, ist ein leichtes Rechenexempel. Es wird nicht mit einer Firma gelingen, am Tag mindestens 300,00 Euro zu verdienen. Bei Abzug aller Kosten würde das gerade zu einem normalen Lebensstandard reichen!

Welche Firma beschäftigt denn heute Freiberufler? Sollten irgendwelche Aktionen durchgeführt werden, gibt man dieses gerne an einen DL weiter. Hierbei handelt es sich doch in der Regel um Promotionenaktionen in Apotheken, die ja auch FaktorX und andere Unternehmungen anbieten. Die haben langjährige Verträge mit Boehringer, Thomae, Bayer etc.

Pharmaunternehmen mit freien Mitarbeitern gibt es selten, da hier heute von einem Außendienstler der volle Einsatz gefordert wird. Es gibt einige Firmen, die Kollegen im Rentenalter auf 400,00 Euro Basis beschäftigen, die aber aufgrund ihrer langjährigen Kontakte zu einigen Zielgruppen diese als " Key Account " betreuen. Es gab auch mal Firmen, die "Hausfrauen" beschäftigt haben, d.h. die nur halbe Tage gearbeitet haben. Auch die Firma Novartis hatte mal ein 20 Stunden Wochenangebot! Gibt es schon lange nicht mehr! Bei dem Druck der politischen Situation kann man so etwas nicht mehr gebrauchen. Wenn man verfolgt, was sich z.Zt. gerade im Gesundheitswesen abspielt, wird hier noch eine ganze Menge auf uns zukommen. Da werden noch Außendienstler bluten müssen, und auch Reglements für Apotheken werden ein Apothekensterben vorantreiben oder zu Personalkonsequenzen führen. Und da werden sich dann noch mehr PTA`s als PR versuchen wollen!

Ein Zusammenschluß der Freiberufler und ein Ignorieren der DL`s??? Na, erhalte Dir Deine Träume!
Es wird ein Jobhopping werden für alle die, die neu einsteigen oder sich in Indikationsgebieten bewegt haben, die Keinen mehr hinter dem Ofen herlocken. Ein ganz großer Rest wird hier verzweifelt nach einem Job suchen - und da kommt dann vielleicht der Gedanke der Selbstständigkeit - ein anderer kleiner Teil wird sich von der Pharmaindustrie verabschieden und in anderen Märkten seinen Weg gehen.

Was hat Dich eigentlich in die Selbstständigkeit getrieben? Würde Dir ein DL ein lukratives Angebot machen, würdest Du das ablehnen?

LG Blümchen
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  #7 (permalink)  
Alt 12.02.2010, 23:14
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Registriert seit: 04.01.2010
Beiträge: 11
Standard AW: freiberuflich tätig werden... aus Harz IV raus...

@Henrica : meine Rede ~ es gibt aber leider genug, die sich mit reinen Provisionsverträgen abspeisen lassen... daher werden Diese immer mehr...

Zitat:
sondern die Auftraggeber - und die wollen in 90% aller Fälle billiges, williges Frischfleisch - formbar um diesen widerlichen Ausdruck zu verwenden. Da kann der DL wirklich nichts dafür, er muß sich halt an die tw. abstrusen Vorgaben der Kunden halten.
Was daran liegen mag, dass die Pharmareferenten immer mehr den Kopf hoch trugen, oft Lichtbrenntouren fuhren und überhaupt nicht einsehen wollten, dass man nach 2005/2006 mal ein wenig mehr arbeiten musste, nicht um 13h Feierabend machen konnten... Ich habe oft erlebt, wie Kollegen und Kolleginnen nur noch am motzen waren "Sehe ich ja überhaupt nicht ein... der kann mich mal!" - Gift und Galle spuckten, dass wir nun mal erst um 20h Daheim aufschlugen, dann noch unsere Büroarbeit machen mussten.

Als ich meinen Beruf erlernte hiess es noch "Selbst eine schlechte Pharmareferentin kann den Umsatz nicht verhindern" einige konnten oder wollten wohl nicht begreifen, dass man nun für seinen Verdient auch mal arbeiten muss... Ist doch klar, dass man da lieber "Frischfleisch" nimmt, welche diese Arroganz noch nicht haben, die Chance grösser ist, das sie es auch nicht werden und auch mal für ihr Geld arbeiten!



@Blümchen: Es mag teilweise der Wahrheit entsprechen, doch hat mein Anliegen nichts mit *Träumen* zu tun... Ich bin mehr als realistisch, doch versuche ich nicht mit den Wölfen zu heulen, sondern Lösungsansätze zu finden.

Irgendwie erinnert mich das hier stets an die beiden Frösche... einer optimistisch, der andere pessimistisch - beide fallen in ein Sahnefass... Während der eine Frosch aufgibt "ich werd sowieso ersaufen", sagt der andere: "Ich will nicht sterben, ich schaffe das" und paddelte um sein Leben.... am nächsten Tag war der Eine ertrunken und der Andere sass auf ein Stück Butter...

Und die Moral von der Geschicht? Wer will der kann und findet.

Natürlich kann ich mich hier in die Lethargie einfügen, mit den alten Wölfen heulen, die Welt als so ungerecht empfinden, oder aber ich versuche mein Möglichstes doch noch unter zu kommen...

Zitat:
Was hat Dich eigentlich in die Selbstständigkeit getrieben? Würde Dir ein DL ein lukratives Angebot machen, würdest Du das ablehnen?
Wie oben zu lesen ist, durfte auch ich Harz IV erfahren! Da ich jahrelang von einem DL über den Tisch gezogen wurde, hatte ich mir vorgenommen für Diese nicht mehr zu arbeiten. Natürlich habe ich mich dann kurz vor Auslaufen meiner Arbeitslosenzeit auch bei DL´s beworben, doch diese Angebote abgelehnt...

"lukrativ" und "DL" in einem Satz zu nennen ist für mich schon ein Widerspruch für und in sich!!! Was DLs anbieten ist kein Gehalt, sondern eine Verarschungsgebühr.

Gerade heute hatte ich ein sehr interessantes Gespräch, was mir zeigte, dass ich weiss Gott keine Märchenstunde führe, sondern das meine Gedanken gar nicht mal so verkehrt sind...

Gerade als Harz IV Empfängerin kann es wohl nicht schlimmer werden und das ist genau das, was derart ausgenutzt wird... "Verdien ich doch lieber ein paar Fixsechser, hauptsache ich habe überhaupt Arbeit... verkaufe mich weit unter Wert, egal ob ich da dann auch für meine Kollegen/Kollegen die Preise kaputt mache..." das vielleicht gar nicht mal böswillig, sondern weil man sich einfach untereinander nicht austauscht, nur auf sich selbst bedacht ist... Ich denk, das muss nicht sein!!!

Ich hatte hier nicht dazu aufgerufen den sicheren Job hinzuschmeissen und in die freiberufliche Tätigkeit zu gehen (nebenher bemerkt vielen Dank für den Begriff Freelancer, welcher mir jedoch schon lange ein Begriff ist), sondern ich machte den Vorschlag vielleicht einmal die Karten offener hinzulegen, damit man sich eben nicht mit Provisionsverträge oder Verarschungsgebühren zufrieden geben muss... Klar, ich habe meinen Preis, doch ich bin bereit dafür auch hart zu arbeiten... und ich denke, davon dürfte es hier so Einige geben.

Klar nehmen viele die Selbstständigkeit als "verzweifelten" Akt, doch dann ist es noch ein Grund mehr "aufzuklären" und zu "informieren" anstatt die "armen Irren" zu belächeln und sie als Träumer hinzustellen!!!

Das ganze Leben besteht aus Angebot und Nachfrage... wo kein Angebot, da auch keine Nachfrage...

Natürlich werden noch weitere Köpfe aufgrund der politischen Situation rollen, doch wird man auf Pharmareferenten auch auf lange Sicht nicht verzichten können... Klar ist es anstrengend und wird immer schwieriger, weil viel Frischfleisch auf den Markt geworfen wird... Man kann da entweder frustriert zusehen, oder aber versuchen sich im Markt zu etablieren...

Ich jedenfalls habe weder vor, meinen Alltag weiterhin auf der Couch zu verbringen, hier herumzuheulen wie ungerecht die Welt doch ist, noch habe ich vor mich ausbeuten zu lassen...

Anstatt mich als *Träumerle* hinzustellen könntest du vielleicht einmal zwei Minuten darüber nachdenken, dass ich mir ernsthaft Gedanken darüber gemacht habe, bevor ich mich hier als neuer User hinstelle und so ein Thread eröffne...

Deinem Beitrag zum Trotz gibt es mehr als genug *Freiberufliche* und ich wüsste nicht was verkehrt sein könnte, wenn sich diese in Form eines Netzwerkes zusammen schliessen und vor allem versuchen zusammen zu halten, sich gegenseitig zu informieren, welche Schritte notwendig sind sich Freiberuflich zu verwirklichen, wie die Marktlage aussieht, was man als Honorar anbieten könnte, etc etc...

In keinem anderem Berufsfeld hält man derart hintern Berg und ist sich selbst der Nächste wie in diesem Beruf, was ich mehr als Schade finde...
Oder aber um es einmal theatralisch auszudrücken: Wenn die alten Hasen hier mehr und mehr verdrängt werden, keine Aussicht haben in diesem Beruf noch einmal Fuss fassen zu können, könnte das an der Arroganz oder vielleicht auch angst liegen, mal ein wenig "Wissen" weiter zu reichen...

Geändert von Nefsche (12.02.2010 um 23:25 Uhr).
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