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  #1 (permalink)  
Alt 28.01.2010, 22:33
Moderatorin
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Registriert seit: 18.02.2005
Ort: Im Bergischen
Beiträge: 31.216
Standard Gehaltsverhandlungen

Gehaltsverhandlungen - Die Pokerrunde ist eröffnet !


Das Thema Gehalt ist immer eine heikle Angelegenheit, zumindest wenn man darüber sprechen soll.

Wie meister ich die Situation? Gibt es eine Strategie?



Früher oder später geht es in einem Vorstellungsgespräch um das Thema Gehalt. Entweder wird man bereits am Ende des ersten Vorstellungsgesprächs nach den Gehaltsvorstellungen gefragt oder aber erst im Verlauf des zweiten Gesprächs.

Nun gilt es: Die Karten auf den Tisch legen! Man sollte wissen, welches Gehalt in der Branche und in der Position angemessen ist. Vorher sollte man unbedingt die absolute „Schmerzgrenze“ festlegen.

Man sollte " seine Zahl " nennen. Iim Vorstellungsgespräch sollte man auf die Frage „Wieviel wollen Sie verdienen?“ auf keinen Fall mit einer Gegenfrage wie „Was haben Sie denn so gedacht?“ antworten. Ganz klar die Gehaltsvorstellung in Form eines Jahresgehalts angeben.

****** Strategien ******
1. Entweder nennt man eine höhere Zahl, sodass man noch Verhandlungsspielraum nach unten hat, z. B. 5-10% mehr als man eigentlich haben möchte

oder

2. Man nennt genau die Zahl, die man verdienen möchte und kommuniziert auch, dass man hier zu keiner Verhandlung mehr bereit ist.

Beide Strategien haben sowohl Vor- als auch Nachteile
Gibt Sman die höhere Zahl an, kann das unter Umständen einen Schock bei dem zukünftigen Arbeitgeber auslösen. Andererseits ist man klar im Vorteil, wenn der Arbeitgeber unbedingt „feilschen“ will – Man hat ja Spielraum nach unten offen gelassen.

Gibt man genau die Zahl an, die man auch wirklich verdienen möchte, hat man natürlich keinen Spielraum mehr nach unten. Aber man läuft auch nicht Gefahr wie bei der plus 10%-Strategie, eine zu hohe Zahl zu nennen und für allgemeine Verblüffung inklusive offenen Mündern und grossen Augen zu sorgen.

Wenn der zukünftige Arbeitgeber sowieso kein grosser Lohntaktiker ist, umso besser! Dann bekommt man genau den Lohn, den man gefordert hat. Sollte er aber verhandeln wollen, sitzt man in der Klemme. Wenn man jetzt keine Kompromissbereitschaft zeigt, kann das sogar den Job kosten.

Auf Zusatzausbildungen verweisen
Man kann beispielsweise auf das Gehalt im letzten Job verweisen und hinzufügen, welche Summe man jetzt gern mehr verdienen würde. Das muss man aber auch gut begründen! Man sollte bestimmt bwirken, aber durchaus auch kompromissbereit.

Um abzuwägen, was das Gegenüber von den Gehaltsvorstellungen hält, kann man nach der Nennung " seiner Zahl " fragen: „Was halten Sie davon?“ oder „Wie denken Sie darüber?“

Man geht nicht auf die Gehaltsforderung ein?
Sollte man partout nicht auf die Gehaltsforderung eingehen, sollte man versuchen, im Arbeitsvertrag bestimmte Punkte festzuhalten. Man kann anbieten , zu einem niedrigeren Lohn die Probezeit zu absolvieren. Ist man mit der Arbeit zufrieden, ist man anschliessend gern bereit, den geforderten Lohn (soweit er nicht utopisch ist) zu zahlen. Darauf achten , dass diese Vereinbarung schriftlich festgehalten wird.

Und was ist Eure Strategie? Wie erfolgreich wart Ihr damit oder ist es " dumm gelaufen"?

Berichtet doch mal einfach darüber!

Blümchen

Geändert von Blümchen (28.01.2010 um 22:36 Uhr).
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  #2 (permalink)  
Alt 29.01.2010, 13:12
Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 23.11.2008
Ort: Randboulette
Beiträge: 192
Cool AW: Gehaltsverhandlungen

Zitat:
Zitat von Blümchen Beitrag anzeigen
Gehaltsverhandlungen - Die Pokerrunde ist eröffnet !


Das Thema Gehalt ist immer eine heikle Angelegenheit, zumindest wenn man darüber sprechen soll.

Wie meister ich die Situation? Gibt es eine Strategie?



Früher oder später geht es in einem Vorstellungsgespräch um das Thema Gehalt. Entweder wird man bereits am Ende des ersten Vorstellungsgesprächs nach den Gehaltsvorstellungen gefragt oder aber erst im Verlauf des zweiten Gesprächs.

Nun gilt es: Die Karten auf den Tisch legen! Man sollte wissen, welches Gehalt in der Branche und in der Position angemessen ist. Vorher sollte man unbedingt die absolute „Schmerzgrenze“ festlegen.

Man sollte " seine Zahl " nennen. Iim Vorstellungsgespräch sollte man auf die Frage „Wieviel wollen Sie verdienen?“ auf keinen Fall mit einer Gegenfrage wie „Was haben Sie denn so gedacht?“ antworten. Ganz klar die Gehaltsvorstellung in Form eines Jahresgehalts angeben.

****** Strategien ******
1. Entweder nennt man eine höhere Zahl, sodass man noch Verhandlungsspielraum nach unten hat, z. B. 5-10% mehr als man eigentlich haben möchte

oder

2. Man nennt genau die Zahl, die man verdienen möchte und kommuniziert auch, dass man hier zu keiner Verhandlung mehr bereit ist.

Beide Strategien haben sowohl Vor- als auch Nachteile
Gibt Sman die höhere Zahl an, kann das unter Umständen einen Schock bei dem zukünftigen Arbeitgeber auslösen. Andererseits ist man klar im Vorteil, wenn der Arbeitgeber unbedingt „feilschen“ will – Man hat ja Spielraum nach unten offen gelassen.

Gibt man genau die Zahl an, die man auch wirklich verdienen möchte, hat man natürlich keinen Spielraum mehr nach unten. Aber man läuft auch nicht Gefahr wie bei der plus 10%-Strategie, eine zu hohe Zahl zu nennen und für allgemeine Verblüffung inklusive offenen Mündern und grossen Augen zu sorgen.

Wenn der zukünftige Arbeitgeber sowieso kein grosser Lohntaktiker ist, umso besser! Dann bekommt man genau den Lohn, den man gefordert hat. Sollte er aber verhandeln wollen, sitzt man in der Klemme. Wenn man jetzt keine Kompromissbereitschaft zeigt, kann das sogar den Job kosten.

Auf Zusatzausbildungen verweisen
Man kann beispielsweise auf das Gehalt im letzten Job verweisen und hinzufügen, welche Summe man jetzt gern mehr verdienen würde. Das muss man aber auch gut begründen! Man sollte bestimmt bwirken, aber durchaus auch kompromissbereit.

Um abzuwägen, was das Gegenüber von den Gehaltsvorstellungen hält, kann man nach der Nennung " seiner Zahl " fragen: „Was halten Sie davon?“ oder „Wie denken Sie darüber?“

Man geht nicht auf die Gehaltsforderung ein?
Sollte man partout nicht auf die Gehaltsforderung eingehen, sollte man versuchen, im Arbeitsvertrag bestimmte Punkte festzuhalten. Man kann anbieten , zu einem niedrigeren Lohn die Probezeit zu absolvieren. Ist man mit der Arbeit zufrieden, ist man anschliessend gern bereit, den geforderten Lohn (soweit er nicht utopisch ist) zu zahlen. Darauf achten , dass diese Vereinbarung schriftlich festgehalten wird.

Und was ist Eure Strategie? Wie erfolgreich wart Ihr damit oder ist es " dumm gelaufen"?

Berichtet doch mal einfach darüber!

Blümchen
Würde Strategie 1 präferieren, um einen Verhandlungsspielraum zu haben...setzt natürlich eine exzellente Vorbereitung auch in einschlägigen Übersichten voraus - poste hier nur mal z.B.

Gehaltsvergleich anhand der größten deutschen Gehaltsdatenbank durch kompetente Gehaltsberater.

Und Blümchen hat Recht : Fragen, fragen, fragen und die richtigen Begründungen : Marktkenntnis, Zusatzqualifikation, Umsatzdaten, Referenzen...
Für Neueinsteiger : Kenntnis des Unternehmens, Referenzen (Bekannte ?) + Empfehlungen

LG Pharmrep
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  #3 (permalink)  
Alt 30.01.2010, 11:39
Moderator
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Registriert seit: 18.02.2005
Ort: in der wunderschönsten Gegend Deutschlands
Beiträge: 5.799
Standard AW: Gehaltsverhandlungen

Dazu

möchte ich gerne folgenden Satz aus einem Bewerbungsschreiben zur Diskussion stellen:


Meine Gehaltsvorstellung liegt bei .... Euro/Brutto/Jahr. Gerne orientiere ich mich hierbei aber auch an den Gehältern anderer Mitarbeiter in vergleichbarer Position im Unternehmen.
__________________
„Wenn wir bedenken, daß wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt.“ (Mark Twain)
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  #4 (permalink)  
Alt 30.01.2010, 20:48
Erfahrener Benutzer
*****
 
Registriert seit: 30.01.2010
Beiträge: 1.751
Standard AW: Gehaltsverhandlungen

Die Orientierung wäre nicht so mein Fall, entweder ich bin mir meinen Vorschlag Wert oder nicht, da ist mir der Verdienst der anderen egal.

Slayer

Geändert von Slayer (30.01.2010 um 20:50 Uhr).
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  #5 (permalink)  
Alt 04.02.2010, 13:25
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Registriert seit: 04.02.2010
Beiträge: 5
Standard AW: Gehaltsverhandlungen

Ich würde mich, meine Position und vor allem meinen Wert für die Firma auch eher individuell halten. Also aufführen, was man alles Tolles kann und warum man so furchtbar unverzichtbar ist
Gehaltsverhandlungen sind nie eine angenehme Sache aber wenn man nicht fragt, hat man schon verloren also: Ran an den Speck weniger kanns schon nicht werden!
__________________
Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf - es kommt nur auf die Entfernung an.
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  #6 (permalink)  
Alt 07.02.2010, 16:21
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Beiträge: 996
Standard AW: Gehaltsverhandlungen

bei meinem Bewerbungsmarathon im letzten Jahr habe ich festgestellt, dass ich in ca. 30 % der Gespräche gar keine Möglichkeit mehr hatte ein Gehalt zu fordern, sondern, dass es mir vorgegeben wurde, wie z. B. bei uns würden Sie 3500 € bekommen. Wäre das okay für Sie?
Bei der Frage danach, ob dann gar nicht mehr drinnen sei, nein, das ist absolute Limit. (Das, auch mal ein wenig abgewandelt, habe ich 6 x gehört) Mehr verdienen könnte man ja durch die Prämien.
Im Übrigen finde ich 3500 € okay, wenn es 14 Gehälter gibt, aber bei nur 12 Gehältern, die relativ häufig nur noch gezahlt werden, ist mir das eindeutig zu wenig. Wie schnell Prämien nicht erreicht werden können, plötzlich gedeckelt werden oder ganz gestrichen werden wissen wir doch alle.

Lucky
__________________
Leben ist das, was passiert, während Du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen. (John Lennon)
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  #7 (permalink)  
Alt 07.02.2010, 16:33
Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 16.01.2009
Beiträge: 1.854
Standard AW: Gehaltsverhandlungen

Wo werden denn noch 14 Monatsgehälter gezahlt ? seit ich dabei bin ist mir dass jedenfalls noch nirgends untergekommen.
3500,- für den Beginn in einem 0815 API-AD ist doch vollkommen o.k. ist doch ein gutes Angebot, wer deutlich mehr fordert der hat sich halt von der Pharmarealität deutlich entfernt.
BWG
Z.
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  #8 (permalink)  
Alt 07.02.2010, 16:50
Erfahrener Benutzer
****
 
Registriert seit: 19.04.2009
Ort: in Europa
Beiträge: 996
Standard AW: Gehaltsverhandlungen

es gibt tatsächlich noch Firmen, die 14 Gehälter zahlen!!!!

Es ging hier nicht um einen Anfänger und auch nicht um einen API Außendienst, sondern um Klinikaußendienst, bzw. Spezial außendienst und 20 Jahre Erfahrung
__________________
Leben ist das, was passiert, während Du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen. (John Lennon)
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  #9 (permalink)  
Alt 07.02.2010, 17:28
Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 30.01.2010
Beiträge: 1.751
Standard AW: Gehaltsverhandlungen

Roche zahlt 14 soweit ich weiss, jedenfalls vor 3 Jahren noch.
3500 für nen Anfänger im Api Außendienst zahlt niemand.

Slayer

Geändert von Slayer (07.02.2010 um 17:30 Uhr).
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  #10 (permalink)  
Alt 07.02.2010, 20:47
Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 21.02.2008
Ort: in der Nähe einer Stadt, wo garantiert KEINER Urlaub macht
Beiträge: 585
Standard AW: Gehaltsverhandlungen

*lol*
weswegen solte man auch fürn anfänger 3500 € zahlen ,hallo? im api-ad ???
da würd ich lieber nen postboten nutzen, wenn der ware bringt, kriegt er auch ne unterschrift ..

saya
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